| GERNGROSSSÄULE neues Wahrzeichen für Gumpendorf |
Es ist schon sehr ungewöhnlich wenn ein renommierter Künstler wie Franz West für einen lebenden Menschen ein „Denkmal“ gestaltet. Außergewöhnlich Respektabel jedoch ist es, wenn die Stadt Wien ein solches Kunstwerk, noch dazu in zentraler Lage aufstellen lässt und bei der öffentlichen Enthüllung durch den Kulturstadtrat Andreas Maillath-Pokorny vertreten ist. Am 29. August 2007 war es soweit; im Rondeau in der Rahlagasse im 6. Wiener Gemeindebezirk wurde zu Ehren des in Kärnten geborenen ehemaligen Tischlergesellen, Architekten, URBAN DESIGNER an der UCLA Los Angeles, seit 1971 Master of Sience in Urban Land Economics, Maler, Zeitungsherausgeber und Planer der 1. Wiener Loft Siedlung, Heidulf Gerngross, die vom Künstler Franz West nach ihm so benannte Gerngross-Säule unter großem Beifall der Bevölkerung enthüllt.
Es war wohl so ein Tag nach dem Geschmack des, in einem leichten Morgenmantel die Gumpendorferstrasse dahineilenden Herrn im mittlerem Alter. Der Himmel konnte sich zwischen Sonnenschein und Regentropfen nicht und nicht entscheiden, doch das tat der freudigen Erregung des Herrn im seidig gestreiften Outfit keinen Abbruch. Das breite Grinsen in seinem Gesicht, ließ ihm die ewig an der Stirn postierte Denkerbrille, um einen Haaransatz noch höher als sonst rutschen ehe er in die Rahlgasse einbog. In mitten einer großen Menschenmenge, bestehend aus dem Künstler Franz West, dem Kulturstadtrat, GaleribetreiberInnen Freundinnen und Freunden, Weggefährten und vielen Anrainern aus der Umgebung, stand auch Sie da. Eingehüllt 6 Meter hoch in dunklem Tuch mit der signifikanten eiförmigen Ausbuchtung an der Spitze. Unter großem Hallo, freundlichen Grußworten, anerkennenden Schulterklopfen und „Bravo Heidulf-Rufen“ aus der Menge. strebte auch Heidulf Gerngross der nach ihm benannten Säule zu.
Der Rest ist Geschichte; Franz West, Heidulf Gerngross, Andreas Maillath-Pokorny sowie Bezirksvorsteherin Renate Kaufmann und Kunsthallen-Direktor Gerald Matt ziehen an den Seilen der Umhüllung; Es passiert nichts, nur die Seile fallen ab. Als die „Enthüller“ der Säule daraufhin Nähertreten, lässt diese wie von Geisterhand und unter großem Jubel der Menge, die Hülle fallen. „Die Gerngrosssäule wurde Eröffnet“ so berichtet zumindest derstandard.at Begonnen hat ja alles vor 17 Jahren, als sich Franz West und Heidulf Gerngross kennenlernten. Um sein Credo des "Städtebau ist Innenarchitektur" zu erläutern, verglich Gerngross die Aufgabe der Stadtentwicklung mit einem Ei. in welchem das Kücken seine Entwicklung Innen beginnt und von Innen nach Aussen fortsetzt. Deshalb muss auch sein (Gerngross) Name verkehrt auf das Ei geschrieben werden, damit ihn das Kücken von Innen richtig lesen kann. Gerngross setzt aber auch sonst bedeutende Maßstäbe: 1993 stellte er gemeinsam mit Robert Schwan (S/T/A/D) in einer Ausstellung neben der Wiener Secession rasche und billige Baukonzepte für Flüchtlinge aus dem Kriegsgebieten des ehemaligen Jugoslawien vor. Montiert aus 10 Container-Modulen, in nur 5 Tagen fertiggestellt, mit 220m2(!) Nutzfläche und zusätzlicher Galerie und einer überaus erstaunlichen Innenraumqualität. Die Baukosten betrugen nur 1 Drittel von sonst Üblichen Herstellungskosten. Zusätzlicher Vorteil dieses Konzeptes; Es ist temporär einsetzbar durch mobile Verwendbarkeit an mehreren Standorten. Das Konzept wurde bis zur Patentreife, mittels seriell hergestellter Eingangs – und Technikbereiche, weiterentwickelt. 1993/94 wurde das Patent erteilt. 2003 wurde aus dem Schnellhauskonzept von 1993 die „1. Wiener-Loft-Siedlung“ entwickelt. Gerngross gelang damit bis dato der billigste Wohnbau in Wien. 1994 wirkte er gemeinsam mit der Gruppe „FELD“ (Gernot Lechner, Dieter Schrage, Kurt Sedlak, Walter Stach) beim Projekt „Kultur am Damm“ in Wien-Donaustadt mit. Im Rahmen des Stadtentwicklungsvorhaben „Marchegger Ast“ errichteten die Fünf auf einem aufgelassenen Bahndamm in der Nähe der Blumengärten-Hirschstetten eine weithin sichtbare Containerskulptur. Es war dies, bis zu diesem Zeitpunkt im Stadtraum Wien, die erste Kunstinstallation im öffentlichen Raum Links der Donau. Im Jahr 2000 war der Architekt einer der wichtigsten Initiatoren des „cultural sidewalk – gumpendorf 2000“ einem Kunst und Architekturprojekt in der Gumpendorferstrasse. Dabei formte der Künstler Franz West über Anregung von Gerngross den ersten Prototypen des nunmehr enthüllten Kunstwerk „Gerngrosssäule“ im Rondeau Rahlgasse in Wien - Gumpendorf. LINK: http://www.franzwest.at Gerngross als Zeitungsherausgeber: www.star-wien.at |
Es ist schon sehr ungewöhnlich wenn ein renommierter Künstler wie Franz West für einen lebenden Menschen ein „Denkmal“ gestaltet. Außergewöhnlich Respektabel jedoch ist es, wenn die Stadt Wien ein solches Kunstwerk, noch dazu in zentraler Lage aufstellen lässt und bei der öffentlichen Enthüllung durch den Kulturstadtrat Andreas Maillath-Pokorny vertreten ist. Am 29. August 2007 war es soweit; im Rondeau in der Rahlagasse im 6. Wiener Gemeindebezirk wurde zu Ehren des in Kärnten geborenen ehemaligen Tischlergesellen, Architekten, URBAN DESIGNER an der UCLA Los Angeles, seit 1971 Master of Sience in Urban Land Economics, Maler, Zeitungsherausgeber und Planer der 1. Wiener Loft Siedlung, Heidulf Gerngross, die vom Künstler Franz West nach ihm so benannte Gerngross-Säule unter großem Beifall der Bevölkerung enthüllt.