12.Februar
ImageDer Österreichische Bürgerkrieg war eine Auseinandersetzung zwischen der Sozialdemokratischen Arbeiterpartei (SDAP), dessen Republikanischem Schutzbund und dem austrofaschistischen Ständestaat in Österreich im Februar 1934. Auslöser für diesen Bürgerkrieg war der gewaltsame Widerstand des oberösterreichischen Schutzbundführers Bernaschek gegen die Räumung des Waffenlagers des verbotenen Republikanischen Schutzbundes im Linzer Hotel Schiff.


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Mit den „Februarereignissen“ und der daran anschließenden Ständeverfassung hatte sich auch Österreich in die Reihe der halb- bzw. volldiktatorischen Staaten Mitteleuropas gestellt und außenpolitisch von den noch verbliebenen Demokratien isoliert. Als einzige Schutzmacht gegenüber den expansionistischen Tendenzen des Deutschen Reiches in der Zeit des Nationalsozialismus verblieb nun mehr denn je Italien, dass jedoch seinerseits als Folge der Abessinien Krise (Italienisch-Äthiopischer Krieg) seine Beziehungen zum Deutschen Reich vertiefte und infolgedessen auf die Interessen Österreichs immer weniger Rücksicht nahm.

Innenpolitisch sah sich die Regierung gleichermaßen zunehmend isoliert, da sich - vor allem aufgrund der vollstreckten Todesurteile - nun auch die Sozialdemokraten von diesem Staat abwandten, etwa mit Flugblättern zum offenen Widerstand aufriefen oder aber in eine Art innere Emigation gingen. Darauf wies auch Bruno Kreisky in seiner Verteidigungsrede beim „Sozialistenprozess“ 1936 hin: „Es ist auch möglich, dass die Regierung in einem ernsten Moment die breiten Massen zur Verteidigung der Grenzen aufrufen muss. Aber nur ein demokratisches Österreich wird dieses Volksaufgebot zustande bringen. Nur freie Bürger werden gegen die Knebelung kämpfen.“