Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur
ImageDie Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literatur in Wien, Margareten, widmet sich der Dokumentation von Literatur- und Kulturzeitschriften aus Periodika über die Literaturen Mittel- und Osteuropa, um so Journalisten eine schnelle Orientierungshilfe über ein bestimmtes Thema oder einen bestimmten Autor zu geben. Gleichzeitig ist die Dokumentationsstelle eine wichtige Quelle für Literaturwissenschaftler, die Rezeption eines Autors oder einer literarischen Gruppe aufzuarbeiten und in einem größeren Rahmen die Besonderheiten dieses Diskurses zu erfassen. (z.B. die Bedeutung des Holocaust in den einzelnen Literaturen)





In Wien gibt es große Immigrantengruppen aus dem früheren Jugoslawien und aus Polen, aber auch zahlenmäßig kleinere aus allen Ländern Mittel- und Osteuropas. Da politisch die Türkei zu einem Beitrittskandidat geworden ist, kann eine europäische Kulturpolitik nicht, ohne die Türkei einzuschließen, gedacht werden.
Die Literaturen Südosteuropas standen immer im engen Kontakt mit der osmanischen Literatur und werden durch diesen Kontext erst wirklich verständlich. So kommen die Zuwanderer aus der Türkei als Interessentenkreis dazu, denn diese haben - wie auch die aus dem ehemaligen Jugoslawien und aus Polen - oft nicht die Möglichkeit die Literatur ihres Landes kontinuierlich zu verfolgen, obwohl durchaus das Bedürfnis besteht.
Diesen sollte in der Dokumentationsstelle für ost- und mitteleuropäische Literaturein ein entsprechender Überblick gegeben werden und auch gezeigt werden, wo sie in Wien diese Literatur bekommen können. Dies ist gerade für Jugendliche wichtig, da sie in ihrer österreichischen Schulausbildung kaum etwas über ihre Literaturen erfahren.

www.doml.at