stadtlabyrinthe
ImageDas Labyrinth ist eines der ältesten Bildsymbole der Menschheit. Es ist ein Sinnbild der Suche nach dem richtigen Weg. Ursprünglich ist das Labyrinth nicht nur Irrgarten; der Weg ins Labyrinth führt - zwar auf Umwegen - zum Mittelpunkt und wieder zurück. Und so ist es eine lange Reise ins Innere. Schliesslich sind wir den ganzen Weg zum Eingang zurückgekehrt und blicken auf die Windungen des Labyrinths zurück. Sind wir froh, wieder draussen zu sein? Glücklich über die neue Freiheit? Oder haben wir den Wunsch, zurückzukehren und uns erneut auf die Suche nach dem Geheimnis zu machen?


Das Labyrinth ist gerade auch ein Phänomen der modernen, städtischen Welt. Das Labyrinth und die Stadt haben komplexe Strukturen die aus verwirrenden Teilen entstehen.

Die Stadt ist eine Bewegungslandschaft oder ein Bewegungsraum. Die Stadt, so sagt man oft, sei ein "Dschungel", eine "Steinwüste", ein "Labyrinth". Die sprachlichen Metaphern zeigen auf Bewegungsmuster, durch die Strassen der Stadt und bilden einen verwirrenden Irrgarten. In der Stadt sucht man seinen Weg wie durch die unübersichtlichen Gänge des Labyrinths. Manchmal ist es auch die Suche nach einer neuen Identität. Wo bin ich? Wo kam ich her? Wohin wende ich mich als nächstes? Fragen von Bewegung und Identität und Angst. Man treibt orientierungslos umher wie in der Wüste. Der Blick ist uns versperrt aber Bewegung ist möglich.

Die großformatigen Bilder bestehen aus in Wien aufgenommenen, alten Fotoaufnahmen und neuen Architektur Plänen. Die Fotos stehen für die gewöhnlichen Augenblicke des Stadtlebens, die Pläne symbolisieren das Labyrinth. Die Bilder sind eine Reise in einer langen und verschlungenen Sackgasse - das Leben

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