| Der vergessene jüdische Friedhof: "Stadt Wien soll Initiative ergreifen!" |
Ein Jahr ist vergangen seit dem Aufschrei um den sukzessiven Verfall des jüdischen Friedhofes in Währing. Ctv-net.org ist der Frage nachgegangen, was sich in dem vergangenen Jahr in der Frage des jüdischen Friedhofes getan hat. Als Gesprächspartner fungierte der Landtagsabgeordnete Marco Schreuder, welcher vor einem Jahr bei einer Pressekonferenz den Ball ins Rollen brachte. Marco Schreuder pocht auf die Einhaltung des Washingtoner Abkommens, welches die Republik Österreich mit den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) im Jahr 2001 unterzeichnet hatte. Dieses verpflichtet die Republik im allgemeinen jüdische Grabstellen zu pflegen und zu erhalten.Der Bund ist, laut Schreuder säumig, und setzt das Abkommen nicht um. Er appelliert an die Stadt die Initiative zu ergreifen, um diesen historischen Friedhof zu erhalten. Der Wirtschafts- und Finanzstadtrat Sepp Rieder warf seinerzeit in die Diskussion ein, die Möglichkeit einer Stiftungslösung, mit privaten Geldgebern, Land, Gemeinde und der Bund. Der Bürgermeister der Stadt Wien,Michael Häupl, meinte im Juni 2006, dass der Rieder Vorschlag ein „Anfall von Güte“ war und eine Sanierung, welche auf eine Summe von 14 Millionen Euro geschätzt wird, nicht finanzierbar wäre. Außerdem zahle die Stadt Wien, so Häupl, an die Israelitische Kultusgemeinde, für die Erhaltung der jüdischen Begräbnisstätten, rund 300.000 Euro. Zu betonen vergisst aber Michael Häupl, dass die drei größten jüdischen Friedhöfe in Wien liegen und mit dem Geld bei weitem nicht den Aufwand für die Erhaltung abdecke. Die Summe von 14 Millionen wäre nach Marco Schreuder, die beste Lösung, wo neben einer Sanierung auch ein Besucherzentrum erbaut werden könnte. Da der jüdische Friedhof in Währing in seiner Form einzigartig in Europa ist, ist unter anderem sogar mit einem nicht unbeachtlichen touristischen Interesse zu rechnen. Die Summe für die Sanierung fällt im Gegensatz zu der Subvention für den Umbau des Ronachers in der Höhe von 47 Millionen Euro, nicht sofort an, da sich die Sanierung über mehrer Jahre erstrecken würde. Fortsetzung folgt ... |
Ein Jahr ist vergangen seit dem Aufschrei um den sukzessiven Verfall des jüdischen Friedhofes in Währing. Ctv-net.org ist der Frage nachgegangen, was sich in dem vergangenen Jahr in der Frage des jüdischen Friedhofes getan hat. Als Gesprächspartner fungierte der Landtagsabgeordnete Marco Schreuder, welcher vor einem Jahr bei einer Pressekonferenz den Ball ins Rollen brachte. Marco Schreuder pocht auf die Einhaltung des Washingtoner Abkommens, welches die Republik Österreich mit den Vereinigten Staaten von Amerika (USA) im Jahr 2001 unterzeichnet hatte. Dieses verpflichtet die Republik im allgemeinen jüdische Grabstellen zu pflegen und zu erhalten.