| Sonderserie: Nazifizierung und Entnazifizierung der österreichischen Medienlandschaft- Part 3 |
Im 3 Teil der Sonderserie „Nazifizierung und Entnazifizierung
der österreichischen Medienlandschaft“ wird auf den Rundfunk und
Filmbereich eingegangen. Die Entnazifizierung im Filmbereich hat nach
dem Experten Friedrich Hausjell nicht stattgefunden. Die Regisseure und Produzenten konnten in diesem ‚nahtlos’ weiterarbeiten.
Die Radio Verkehrs AG (RAVAG) wurde als erste
österreichische Radioanstalt 1924 gegründet. Am 1. Oktober 1924 wurde
der offizielle Sendebetrieb aus einem provisorischen Studio in Wien am
Stubenring aufgenommen. Generaldirektor der RAVAG war Oskar Czeija.
Am 25. Juli 1934 wurden die Sendeanlagen in der Johannesgasse von nationalsozialistischen Putschisten, die als Bundesheersoldaten verkleidet waren, besetzt. Eine Erklärung, dass Bundeskanzler Engelbert Dollfuß zurückgetreten sei, wurde verlesen. In den nachfolgenden Kämpfen wurden Teile der Sendeanlagen zerstört und mehrere Personen getötet. Im Dezember 1936 wurde der Bau des Funkhauses in der Argentinierstraße abgeschlossen. Nach dem Anschluss im März 1938 wurde die RAVAG liquidiert. Der Sendebetrieb wurde vom Reichssender Wien der deutschen Reichsrundfunkgesellschaft (seit 1939: Großdeutscher Rundfunk) übernommen. Am 24. April 1945 nahm die RAVAG ihren Betrieb wieder auf. 1958 ging aus ihr der ORF hervor. |
Im 3 Teil der Sonderserie „Nazifizierung und Entnazifizierung
der österreichischen Medienlandschaft“ wird auf den Rundfunk und
Filmbereich eingegangen. Die Entnazifizierung im Filmbereich hat nach
dem Experten Friedrich Hausjell nicht stattgefunden. Die Regisseure und Produzenten konnten in diesem ‚nahtlos’ weiterarbeiten.