| „The World“ |
Eingerissene Plakatwände, grob strukturierte Mauern, die
Patina alter Abbruchbauten, Holzplattenverschalungen und deren Maserung
zählen zu den Inspirationsquellen des Graffiti Künstlers. Keramik geht
durch die Stadt mit einer erweiterten Wahrnehmung, entdeckt Potentiale
in verschiedenen Lebensräumen und reichert diese mit visuellen Ideen
an. Dabei verwendet er unterschiedlichste Stile, die voller
Widersprüche stecken: konkret bis abstrakt, romantisch bis zynisch,
aber immer mit einer Portion Humor. „Ich versuche die Seele der Stadt
aufzusaugen und neu zu interpretieren. Wenn ich wohin komme, erzählt
mir der Ort eine Geschichte - ich reagiere intuitiv darauf und mache
daraus meine eigene Story“. Das Untergrundmaterial ist von großer
Bedeutung, denn es wird in den kreativen Prozess miteinbezogen. So wird
zum Beispiel der Nagel in der Wand zum Auge einer seiner „Character“.Für Keramik ist Street-Art immer auch ein Weg zur Selbstdarstellung in der Öffentlichkeit: „Es geht darum, Lebensräume zu markieren, indem man persönliche Statements hinterlässt. Du kannst der Stadt dabei dein ganzes Herz ausschütten.“ Artbits will die Street-Art nun auch ihrem Galeriepublikum zugänglich machen. Die Kunststücke kann man meterweise erwerben und auf Sperrholzplatten mit nachhause nehmen - was auf der Straße nur schwer möglich ist. Mit Hilfe des Digitaldruckstudios Salon Iris wird in der Galerie eine Lebenswelt mit Dschungel-Atmosphäre inszeniert. Keramik überarbeitet diese mit diversen Street-Art-Techniken bis eine Collage entsteht, die sich aus drei verschiedenen Ebenen zusammensetzt. Hintergrund sind digitale Naturfotos. Darauf setzt Keramik eine zweite Ebene: seine „Character“, Figuren, die in diesem Umfeld leben. Die dritte Ebene entsteht durch das nochmalige Überarbeiten und Ergänzen von bereits Vorhandenem als typische Graffiti-Attitüde (durch Sprayen, Übermalen, Kritzeln, Plakatieren, Walzen, ...). Es entsteht eine spannungsgeladene, stilechte Collage auf großen Flächen mit Liebe zum Detail, humoristischen Geschichten im Keramik-Style, die am Ende ein homogenes Biotop darstellt, voll von witzigen Charakteren und Metaphern. „The World“ of Keramik - eine Interpretation unserer Lebensräume und der darin lebenden Protagonisten. Keramik 1977 geboren in Wien 1990 erster Kontakt mit Graffiti 1995 Beginn Architekturstudium, TU Wien 1998 Wechsel zur Akademie der bildenden Künste (Meisterklasse Prof. Rüdiger Lainer) 1999 Entwicklung des eigenen Logos „One-Liner“ (Hase), ein in einer Linie gezogenes Piktogramm sowie Erschaffung der fiktiven Figur „Mr. Horse“ 2005 Diplomabschluss Architektur 2006 Erschaffung der Comic-Figur „The Whoole“ Keramik gehört mit drei anderen Sprayern dem Künstlerkollektiv WDD (= Wir dürfen das) an. Öffnungszeiten: Mi. - Fr. 15 - 19 Uhr, Sa. 11 - 15 Uhr www.artbits.at |
Eingerissene Plakatwände, grob strukturierte Mauern, die
Patina alter Abbruchbauten, Holzplattenverschalungen und deren Maserung
zählen zu den Inspirationsquellen des Graffiti Künstlers. Keramik geht
durch die Stadt mit einer erweiterten Wahrnehmung, entdeckt Potentiale
in verschiedenen Lebensräumen und reichert diese mit visuellen Ideen
an. Dabei verwendet er unterschiedlichste Stile, die voller
Widersprüche stecken: konkret bis abstrakt, romantisch bis zynisch,
aber immer mit einer Portion Humor. „Ich versuche die Seele der Stadt
aufzusaugen und neu zu interpretieren. Wenn ich wohin komme, erzählt
mir der Ort eine Geschichte - ich reagiere intuitiv darauf und mache
daraus meine eigene Story“. Das Untergrundmaterial ist von großer
Bedeutung, denn es wird in den kreativen Prozess miteinbezogen. So wird
zum Beispiel der Nagel in der Wand zum Auge einer seiner „Character“.