KUNSTAKTION von FRAUEN in WIEN 12
ImageNachhaltigkeit wird in Wien-Meidling groß geschrieben. Besonders im Handlungsfeld Kunst- und Kulturvermittlung. Dabei kommt den Bezirks-Verantwortlichen zu Gute, dass sich im klassischen Arbeiterbezirk in den letzten Jahren auch herausragende Künstlerinnen angesiedelt haben. Das Duo Silvia Konrad und Martina Eder setzte mit seinen Raum-Kunstprojekten RAUMUMKEHR 05 und DER KÜBEL IST VOLL 06, sowohl in der ehemaligen Remise Koppreitergasse als auch im Amtshaus in der Schönbrunnerstraße 259 deutliche Zeichen. Als TISI 06 wollen SIKO (Silvia Konrad) & TINEDA (Martina Eder) ihre Projekt-Kunstaktion rund um die Fresco-Secco Wandmalereien im Sitzungssaale der Bezirksvertretung weiterentwickeln; 50 Jahre danach, die Frau trennt sich von Kübel und Kind.




Image


1956 – 2006 Historischer Augenblick im Amtshaus:

„Wenn die Frau von Kind und Kübel getrennt wird“ - 50 Jahre danach!

Im Meidlinger Amtshaus geschieht Bewegendes: Die Fresco-Secco Wandmalerei von Otto Trubel, die im Jahre 1956 von der Gemeinde Wien in Auftrag gegeben wurde, welche „inmitten“ der Darstellung von 9 Männern in verschiedensten Handwerkszünften EINE (einzige!) Frau mit Kind und Kübel zeigt (wir haben darüber bereits umfangreich berichtet), ist wieder im Zentrum des künstlerischen Geschehens im 12. Wiener Gemeindebezirk...

Das künstlerische Projekt „der kübel ist voll“ von tineda&siko, welches seit Jahresbeginn 2006 über die Grenzen des 12. Bezirks hinaus nachhaltig Wirkung zeigt, ist neuer Mittelpunkt des September/Oktobergeschehens in Wien: Der Start in den Herbst ist von einer entscheidenden künstlerischen AKTION dominiert: Das KünstlerinnenKOLLEKTIV – Martina Eder & Silvia Konrad (kurz: tisi2006) trennen in einem symbolischen „AKT“ die Frau von KIND und KÜBEL, und positionieren diese Attribute zwischen Mann und Frau neu. Somit setzten tisi2006 ein AKTIVES und bedeutendes Zeichen im Rahmen ihrer künstlerischen Zusammenarbeit mit den Organisatorinnen des Bezirks Meidling.

50 Jahre also ein halbes Jahrhundert ist an Zeit notwendig, um VERänderung sichtbar zu machen?! Zumindest um sozialen gesellschaftlichen Anforderungen in Form von GELEBTEN neuen Tendenzen neuen RAUM, neue FORM und AUSDRUCK zu geben?
Die beiden Künstlerinnnen wollen durch Ihren künstlerischen kraftAKT nicht als Feministinnen dargestellt sein. Sie zeigen auf dass es im zeitgenössischen Denken unter sensibler Berücksichtigung der historischen Tatsachen ein bewusster und offener DIALOG möglich sein soll, welcher Grenzen öffnet. Und dieses geschieht HEUTE umsomehr in der „Sprache der KUNST“. Diese Sprache ist eine nonverbale Botschaft, welche von ALLEN MENSCHEN verstanden werden kann, unabhängig von Herkunft, Nationalität, Alter, Geschlecht, Bildung und politischer Gesinnung. Nicht die SUCHE nach Freiheit und Lebensausdruck im Sinne des Friedens, der Toleranz und Miteinander der Menschen ist das Ziel, sondern das FINDEN dieser Werte...

Zitat nach Jeanne Claude und Christo (Verpackungskünstler): „Nicht die IDEE (Projektkunst) ist wichtig, sondern die REALISIERUNG!“

Tisi2006 danken den verantwortlichen OrganisatorINNEN des Bezirksevents „24 Stunden Kultur in Wien Meidling“ für die exzellente und tatkräftige Unterstützung dieses (noch nicht abgeschlossen...) künstlerischen Projekts, welches ausgehend von „IDEE“ zur erfolgreichen „REALISIERUNG“ heranreifen konnte (Projekttage im Juni 2006!) und im Zuge der - von beiden Künstlerinnen geplanten - FORTSETZUNG, welche konkret als „NACHFOLGEPROJEKT“ bezeichnet wird, noch VIELSCHICHTIGES und vor allem immer wieder NEUES in Bezug auf >„der kübel ist voll“ © tisi 2006 > erwarten lässt...