Hugo Chavez macht wertvolles Kulturgut seiner Heimat, Österreich zum Geschenk
maskeDie „Redyo-Maske“ der Piaroa-Ethnie aus Venezuela wurde im Rahmen der von der Österreichischen Regierung organisierten Ausstellung während dem IV. Gipfeltreffen zwischen der Europäischen Union und Lateinamerika und die Karibik 2006 ausgestellt. Auf Grund des hohen Stellenwertes der Maske innerhalb des indianischen Kulturreichtums des Landes, wird sie von der Bolivarischen Republik Venezuela an das Museum für Völkerkunde in Wien als Schenkung übergeben.







Die Redyo-Maske stellt den Geist der wilden Biene dar. Sie wird beim Guarime-Ritual, ein großes Fest, welches die Piaroa aus Anlass einer großen Ernte, guter Eheschließungen, bei der Geburt von Kindern oder der Übertragung der Autorität an den jünsten Sohn oder an den Schwiegersohn eingesetzt. Der Guarime-Tanz wird ausschließlich von Männern getanzt.

Die Regierung unter Hugo Chavez weitete die Rechte für die Piaroa in der Verfassung von der Bolivarischen Republik Venezuela aus.

Die Piaroa gehören einer alten Ethnie an, deren Ursprünge an der Südamerikanischen Karibikküste zu suchen sind.

1988 lebten noch 8693 von ihnen in den Wäldern und Savannen der Macizo de Cuao-Sipapo (Estado Amazonas / Venzuela) an den Flüssen Cuao, Sipapo, Autana und Manapiare, sowie einige wenige am Orinoco und Vichada und Guaviare (Kolumbien).

Ihren Lebensunterhalt verdienen sie sich mit dem Verkauf von Kunsthandwerk auf dem Indianermarkt von Puerto Ayacucho, sowie mit den Anfängen des Tourismus. Die Ernährung wird mit Fisch und erlegtem Wild, sowie durch Früchte die sie auf ihren Feldern, einem so genannten Conuco anbauen. Weiter östlich an den Flüssen Asita, Parucito (Venezuela) leben die Hoti-Indianer, bei denen es scheinbar um engere Verwandte der Piaroa handelt.