"Kulturdiskussion darf nicht nur über den Verteilungskampf geführt werden!"
gruene.atDer Nationalratsabgeordnete und Kultursprecher der Grünen Dr. Wolfgang Zinggl veranstaltete in regelmäßigen Abständen ‚Gespräche zur Kulturpolitik’. Bei dieser Runde sprachen Stella ROLLIG und Alexander HORWATH. Stella Rollig leitet das Lentos - Kunstmuseum Linz. Sie war von 1994 bis 1996: Bundeskuratorin für bildende Kunst im Bundesministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, sowie von 2003 bis 2005 Kuratorin im O.K Centrum für Gegenwartskunst in Linz. Alexander Horwath war langjährige Direktor der Viennale und ist seit 2002 dem Direktor des Österreichischen Filmmuseums.






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Wolfgang Zinggl ging in seinen Einleitungsstatement auf die Initiative "GegenwartsKunst in die Regierung!" von Gerald Bast, Rektor der Universität für angewandte Kunst Wien, und Peter Noever, Direktor MAK - Österreichisches Museum für angewandte Kunst / Gegenwartskunst, heute, ein.

Beide sind der Ansicht, dass der politische Diskurs im Vorfeld der Nationalratswahl 2006 die Kunst, vor allem die Gegenwartskunst, nur am Rande anstreift. Um zu verhindern, dass zeitgenössische Kunst in der kommenden Legislaturperiode einmal mehr kein Thema ist, sehen Bast und Noever dringenden Handlungsbedarf.

Sie fordern ein Ministerium für Gegenwartskunst", damit der zeitgenössischen Kunst eine adäquate Verankerung in der politischen Landschaft gesichert werden kann, sowie internationaler "Design Award of the Year".

Wolfgang Zinggl kritisierte Peter Noever, da dieser behauptet hatte, dass keine Parteien über ein kulturpolitischen Programm verfügen und aus seiner Sicht und aus sich der Grünen ein Programm vorliegt.

Stella Rollig war der Ansicht, dass kulturpolitische Entscheidungen sehr stark über die personelle Bestzungen ablaufen. Sie lehnt auch ab, dass die Diskussion über Kultur nicht nur über den Verteilungskampf geführt werden sollte.

Alexander Horwath stimmt der Forderung von Bast und Noever zu, für die Gründung ein Ministerium für Gegenwartskunst.