| Kommentar: Erwin Lanc (BM aD) über die Entwicklung in Lateinamerika |
Der ehemalige Bundesminister unter der Regierung Kreisky
Erwin Lanc beschreibt in seinem neusten Kommentar auf ctv-net.org die
Entwicklung momentane politische Entwicklung in Lateinamerika. In
seinem Kommentar geht er auch auf die von internationalen Medien
verbreitete Aussage ein, dass in Lateinamerika eine neue
Verstaatlichungswelle droht.
Er bezeichnet diese neue Welle nicht als Verstaatlichungswelle, sondern
eine längst überfällige Entkolonialisierung.„Die bisherigen
Bohrlizenzen werden aufgekündigt , wenn die Ausländischen
Gesellschaften keine höhere Gebühren zahlen und dann ist vorgesehen,
dass Bolivien selber Gas fördert.“Diese Information, wird laut Lanc, von den europäischen Medien bewusst vorenthalten.
Die Alternativa Bolivariana para las Américas
(abgekürt ALBA, deutsch Bolivarianische Alternative für die Amerikas)
ist eine Anfang 2005 begonnene Kooperation zwischen Venezuela und Kuba
zum Aufbau einer Wirtschaftsgemeinschaft.
Am 30. April 2006 trat auch Bolivien dem Abkommen bei. Vorgestellt wurde das Vorhaben von Hugo Chávez erstmals im Dezember 2001 auf dem III. Gipfeltreffen karibischer Staats- und Regierungschefs, der auf der Isla Margarita in Venezuela stattfand. Die alternative Wirtschaftsgemeinschaft soll eine Alternative zur von den USA dominierten geplanten gesamtamerikanischen Freihandelszone ALCA darstellen. Ziel ist es, möglichst viele Staaten Lateinamerikas zur Teilnahme an einem gemeinsamen Markt zu gewinnen. Der Name des lateinamerikanischen Unabhängigkeitskämpfers gegen die spanische Kolonialherrschaft Simón Bolívar wurde aus symbolischen Gründen gewählt. Auch Bolívar verfolgte Pläne, ein gemeinsames Lateinamerika aufzubauen, das von Europa und den USA unabhängig ist. |
Der ehemalige Bundesminister unter der Regierung Kreisky
Erwin Lanc beschreibt in seinem neusten Kommentar auf ctv-net.org die
Entwicklung momentane politische Entwicklung in Lateinamerika. In
seinem Kommentar geht er auch auf die von internationalen Medien
verbreitete Aussage ein, dass in Lateinamerika eine neue
Verstaatlichungswelle droht.
Er bezeichnet diese neue Welle nicht als Verstaatlichungswelle, sondern
eine längst überfällige Entkolonialisierung.„Die bisherigen
Bohrlizenzen werden aufgekündigt , wenn die Ausländischen
Gesellschaften keine höhere Gebühren zahlen und dann ist vorgesehen,
dass Bolivien selber Gas fördert.“Diese Information, wird laut Lanc, von den europäischen Medien bewusst vorenthalten.