| „ …SIE WISCHT SIE WEG DIE WUT …“ |
|
ctv-net.ORG bringt im ersten Teil einer Videodokumentation die Live-Performance von Mag. Elke Papp. Am Kunstwerk. Eingeladen hatten die Bezirksvorsteherin Gabriele Votava und „Kultur“-Gemeinderätin Inge Zankl (beide repräsentieren auch den Kulturkreis Meidling). Eingeladen wurden die beiden erfolgreichen Projektkünstlerinnen SIKO (Silvia Konrad) und TINEDA (Martina Eder) welche bereits 2005 mit ihrem Kunstprojekt „RaumUmkehr“ in der ehemaligen Tramwayremise in der Koppreitergasse für Aufsehen sorgten. Auftraggemäß wurde von beiden Künstlerinnen die dominante Dekoration des großen Sitzungssaal in der Bezirksvorstehung, von Otto Trubel bereits 1956 (!) großformatig hergestellt, zum Thema der künstlerischen Auseinandersetzung gemacht. „TISI 2006“ (das sind SIKO & TINEDA) stellten sofort einen Dialog zwischen den großformatigen Darstellungen an den Wänden, neun stattliche Männer und eine Frau, her. Einer Frau mit Kind und Kübel. Die neun Männer wurden in sechsfacher Ausführung als Silhouetten überlebensgroß vervielfacht. Die einzige Frau jedoch als Live-Performance am Tage der öffentlichen Präsentation „zum Leben erweckt“ Mitten unter den nunmehr auch im Raum verteilten Silhouetten-Männern und von vielen unterschiedlich künstlerisch gestalteten und angeordneten „kunstkübel“ umgeben, begann Mag Elke Papp mit den Worten „ sie wischt sie weg die Wut“ ihre Live Performance. „Die einzige Frau war zum Leben erweckt. Die künstlerische Aufarbeitung der männlichen Dominanz in den Freskenmalereien des Sitzungssaales nahm ihren Lauf. Die Aufarbeitung der Rolle der Frau in Kunst und Kultur und welcher Platz den Frauen dort eingeräumt wird, diese Aufarbeitung steht noch aus. Erst dieser Tage kritisierten Cristine Muttonen, Abgeordnete zum Nationalrat und SPÖ-Kultursprecherin in einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der Vizepräsidentin des Nationalrates und SPÖ-Bundesfrauenvorsitzenden Barbara Prammer „ das Frauen in der österreichischen Kunst- und Kulturszene noch immer nicht der Platz eingeräumt wird der ihnen zusteht“. Kritisiert wurde auch die äußerst bescheidenen Lebens- und Berufschancen für Frauen im Bereich Kunst und Kultur welche sich auf Grund der „Kulturpolitik“ der Regierung ergeben. Eine SPÖ mit Regierungsverantwortung werde wieder für eine Kulturpolitik sorgen, die einer „ Kulturnation entspricht“ und vor allem „ Frauenkunst sichtbar macht“ und in „Form einer Gleichstellungspolitik“ gezielt Frauenförderung im Bereich Kunst und Kultur einleitet und umsetzt. SIKO und TINEDA (TISI 2006) die beiden Projektkünstlerinnen haben die qualitative Latte mit ihren RaumKunstprojekten bereits sehr hoch angelegt. Gabriele Votava (Bezirksvorsteherin) und Inge Zankl (Gemeinderätin) zwei politisch Verantwortliche reden da nicht mehr viel herum; Sie unterstützen Frauenkunst einfach in ihrem Wirkungsbereich offensiv; und wie man sieht mit großem Erfolg und vor allem auch mit großer Akzeptanz beim Publikum. Weitere Videobeiträge und Kommentare zu „Frauen“ Kunst im Amtshaus 9. und 10. Juni 2006 demnächst auf www.ctv-net.org TISI 2006 haben 105 Tage lang ihre eigene Projekt-Arbeit in Form eines künstlerisch gestalteten Medientagebuchs auf der Medienplattform ctv-net.org begleitet. Klicken Sie auf der Startseite den Button Kunstkübel und erleben sie einen Teil des kreativen Arbeitsprozesses der beiden Künstlerinnen in sinnlicher Vermittlung. Für Anregungen, Kritik und/oder Meinungsaustausch mit den Künstlerinnen benutzen sie bitte Diese E-Mail Adresse ist gegen Spam Bots geschützt, du musst Javascript aktivieren, damit du sie sehen kannst |