Simon Bolivar und die bolivarianische Revolution
simon bolivarAm 5. Juli feiert die Bolivarische Republik Venezuela ihren Nationalfeiertag und gedenkt dabei an Simon Bolivar. Simón Bolívar führte die Unabhängigkeitsbewegung gegen die spanischen Kolonialherren in den heutigen südamerikanischen Staaten Venezuela, Kolumbien, Panamá, Ecuador, Peru und Bolivien an. An den Feierlichkeiten nahmen die BotschafterInnen aus den vorher genannten Staaten teil, sowie der Botschafter aus Kuba. Der politische Einfluss Bolívars wirkt bis heute nach und spiegelt sich in der bolivarianischen Revolution in Lateinamerika wider.







Das zunehmende nationale Bewusstsein in den spanischen Kolonien führte in dieser Zeit zu einer Unabhängigkeitsbewegung in Lateinamerika. Simón Bolívar schloss sich einer Widerstandsjunta in Caracas an. Diese verkündete 1810 die Unabhängigkeit Venezuelas und schickte Bolívar zu diplomatischen Verhandlungen nach Großbritannien. Die spanische Armee versuchte, die Unabhängigkeitsbestrebungen zu unterbinden und es kam zu Gefechten in den Kolonien. 1811 kehrte Bolívar nach Venezuela zurück.

Als Bolivarische Revolution oder bolivarianische Revolution wird ein vom venezolanischen Präsidenten Hugo Chávez geführter Prozess genannt. Er versucht, die Gesellschaft gegen den aus seiner Sicht bedrohlichen Neoliberalismus auszurichten und das politische Leben neu zu gestalten.

Während die Botschaft Venezuelas und einige Autoren den Ausdruck bolivarische Revolution verwenden, greifen viele auch auf den Begriff bolivarianische Revolution zurück, abgeleitet von bolivariana aus dem Spanischen. Bolivarianisch ist auf Deutsch die korrektere Bezeichnung, da es sich ja nicht um die Revolution von Bolivar, sondern im Geiste Bolivars handelt. Vergleiche aus Perón/peronistisch, Sandino/sandinistisch, Castro/castristisch und Zapata/zapatistisch. Oft wird allerdings auch die Bezeichnung "Zweite Bolivarische Revolution" verwendet, als erste wird dann das Werk Bolivars selbst angesehen.