| Beigeisterte Ovationen bei Hugo Chavez Ankunft in Wien |
Mehre tausend Menschen empfingen den Staatspräsidenten Venezuelas Hugo
Chavez gestern bei seiner Ankunft in Wien. Trotz strengster
Sicherheitsvorkehrungen ließ es sich Chavez nicht nehmen, die sozialen
Bewegungen persönlich zu begrüßen und mit ihnen zu sprechen. Eine
Delegation der „Hände weg von Venezuela“- Kampagne wurden von Chavez
empfangen, wo er zusicherte, dass er heute in der Wiener Arena
vorbeischauen wird, um direkt mit den Aktivisten/Innen zu sprechen.Anstatt mit ÖVP-Kanzler Schüssel auf Steuerkosten beim Staats-Bankett zu Schlemmen begab sich Venezuelas Präsident und führender Repräsentant der bolivarianischen Revolution Hugo Rafael Chavez direkt ins traditionsreiche Volksbildungshaus Urania in Wien. Im übervollen Großen Vortragssaal erneuerte er seine scharfe Kritik an der Praxis von Freihandelsabkommen. Im Gegensatz dazu sieht der Präsident langfristig gute Chancen, die Allmacht des „US Imperialismus" zu brechen. Unter großem Applaus des versammelten Auditoriums verteidigte Hugo Chavec den Beschluss seines Landes aus dem „Andenpakt" auszutreten, der damit gescheitert sei, und forderte die Ausweitung von Gegenprojekten wie den mit Kuba und Bolivien geschlossenen ALBA-Pakt (Eine bolivarianische Alternative für ganz Amerika) welcher auf solidarischer Grundlage funktioniere. Der Anden-Pakt erfolgte nachdem Kolumbien und Peru ihrerseits bilaterale Freihandelsverträge mit den USA - für Hugo Chavec das unmoralischste Imperium der Geschichte - abgeschlossen hatten. Das die USA sich selbst nicht an die Vereinbarungen aus diesem Vertrag halten und dieser den Bevölkerungen dieser Länder keinerlei Nutzen bringt sind nur ein beweis mehr das derartige Abkommen nur einseitig zum Nutzen der USA funktionieren. Mexiko hat vor allem im Agrarbereich leidvolle Erfahrungen machen müssen. Auch Ecuador habe die „rücksichtslosen Bedingungen Washingtons" präsentiert bekommen. Hugo Rafael Chavec erinnerte im Zusammenhang mit den aktuellen Ereignissen in Lateinamerika an die großen historischen Vorbilder des Lateinamerikanischen Freiheitskampfes im besonderen auch an den späteren Staatsgründer Simon de Bolivar und verwies auf die Nützlichkeit der gemachten Erfahrungen für den gegenwärtigen Kampf um die Freiheit der lateinamerikanischen Völkern. Wie die Geschichte gelehrt hat, gibt es keine ewigen Imperien führte der Präsident weiter aus, „in diesem Jahrhundert müssen wir das Nordamerikanische Imperium begraben" gab er sich kämpferisch. Bereits jetzt befindet sich die Welt im postneoliberalen Zeitalter, in dem sich eine Abschwächung der Allmacht des Nordens abzeichnet. Dies sei daher der geeignete Zeitpunkt um noch viel stärker nachzusetzen. Vor sieben Jahren war Hugo Chavez nach eigenen Worten mit Kubas Staatschef Fiedel Castro allein auf weiter Flur. Damals meinte der Maximo Lider noch zu Chavez das er spüre nicht mehr alleine auf weiter Flur zu stehen. Mittlerweile haben sich auch andere Länder Lateinamerikas der Vorzüge seiner Politik angeschlossen. Rosa Luxemburgs Formel „Sozialismus oder Barbarei" sei heute gültiger noch als zu ihrer Zeit. Um den Fortschritt in Lateinamerika voranzutreiben, sei aber im Sinne Bolivars die breite Solidarität der Staaten und Völker unerlässlich. Und Europa forderte Chavez auf, gemeinsam mit Lateinamerika und der Karibik einen Gegenpol zum „US Imperium" zu bilden. Die Chancen Lateinamerikas nach 300 Jahren Kolonialismus auch 200 Jahre kapitalistischer Unterdrückung zu überwinden sieht Präsident Chavez gar nicht schlecht. Er selbst will jedoch mit guten Beispiel vorangehen. Die Ölpolitik Venezuelas sei stark auf die Karibik ausgerichtet „auch wenn man in den USA mit Öl mehr Geld machen könnte". Präsident Hugo Rafael Chavez sieht der Zukunft mit Zuversicht entgegen. „ Manchmal sprechen Fidel Castro und ich" bemerkte Cavez scherzhaft „ auch wenn uns die Gringos abhören am Telefon, ob man etwa nach New York zu einem Gipfel fahren sollte um einfach nur alle verrückt zu machen". |
Mehre tausend Menschen empfingen den Staatspräsidenten Venezuelas Hugo
Chavez gestern bei seiner Ankunft in Wien. Trotz strengster
Sicherheitsvorkehrungen ließ es sich Chavez nicht nehmen, die sozialen
Bewegungen persönlich zu begrüßen und mit ihnen zu sprechen. Eine
Delegation der „Hände weg von Venezuela“- Kampagne wurden von Chavez
empfangen, wo er zusicherte, dass er heute in der Wiener Arena
vorbeischauen wird, um direkt mit den Aktivisten/Innen zu sprechen.